Johnson & Johnson Freiwilligenprogramm: Clemens Keitsch

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Im Rahmen des Freiwilligenprogramms sind die Freiwilligen nicht nur an Krankenhäusern im Einsatz – auch die erst kürzlich geöffneten Impfzentren in ganz Deutschland suchen nach helfenden Händen. Am Impfzentrum Verden unterstützt Clemens Keitsch. Schon bevor das Impfzentrum geöffnet wird, fährt er mit Kolleg:innen in Alten- und Pflegeheime, um die Ältesten der Gesellschaft die Spritze im Kampf gegen Covid-19 zu applizieren. Dabei habe er auch eine Menge für seinen eigentlichen Job als Clinical & Sales Development Manager bei Cerenovus gelernt.

Keine Kritik ohne Gegenvorschlag

„Mir war schnell klar, dass Covid-19 zu einer Herausforderung auf personeller Ebene für alle Pflege- und Gesundheitseinrichtungen werden würde. Deshalb habe ich mich schon während der ersten Welle freiwillig meldete, um in einem Hilfslazarett zu unterschützen. Gott sei Dank musste das nie in Betrieb gehen! Während der zweiten Welle wurde meine Hilfe am Impfzentrum Verden gebraucht.

Von Anfang Januar bis voraussichtlich Ende März bin ich dort im Einsatz. Als gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger bin ich ‚impfbefähigt‘ und halte es daher für meine gesellschaftliche Pflicht, bei der Durchführung der Impfungen zu unterstützen. Ich möchte dazu beitragen, dass wir alle bald wieder in eine Normalität zurückkehren können. Für diese Möglichkeit, die sich durch das Freiwilligenprogramm von Johnson & Johnson geboten hat, bin ich sehr dankbar. Auch alle meine Kolleg:innen im Impfzentrum, denen ich erzählt habe, wieso ich hier bin und was eigentlich mein Beruf ist, waren begeistert von dem Programm. Ich bin sehr stolz darauf, daran teilnehmen zu dürfen. Nicht nur von meinem Arbeitgeber Johnson & Johnson Medical Devices erhalte ich super Unterstützung, sondern auch von meinem Vorgesetzten. Mit ihm stehe ich die ganze Zeit in regem Austausch und er hat mir immer wieder seinen Zuspruch gegeben, damit ich weiter beim Impfen unterstützen kann. Ein gutes Gefühl.

Clemens2Mein erster Tag im Impfzentrum war überwältigend. Ich war gespannt, wie alle anderen auch. Denn keiner von uns hatte vorher schon Erfahrungen mit einem solchen Projekt gemacht. So etwas hatte es ja auch noch nie gegeben. Somit besserten wir immer Prozesse nach, die uns zu komplex oder ungünstig erschienen. Das ging unkompliziert: Für jedes Problem überlegten wir uns immer einen Lösungsvorschlag und gingen damit zur organisatorischen Leitung. Weniger als 48 Stunden später war das Problem gelöst. Das nehme ich auch mit in meine berufliche Rolle: Keine Kritik üben, ohne einen Gegenvorschlag anzubieten. Außerdem lerne ich in diesem neuen und großen Projekt „Impfvorhaben“, dass eine klare Zielsetzung unheimlich wichtig ist. Denn wenn das Ziel klar definiert ist, sind auch spontane Entscheidungen und Investitionen gerechtfertigt. Diese Spontanität und Entschlussfreudigkeit vor Ort beeindrucken mich sehr.

Da das Impfzentrum erst Mitte Februar komplett hochgefahren wurde, war ich gemäß der Impfreihenfolge zunächst in Alten- und Pflegeeinrichtung. Später folgten auch die Impfungen am Zentrum selbst. Morgens trafen wir uns immer am Zentrum. Dort haben wir uns einen Überblick über die anstehenden Besuche verschafft, uns in den Teams zusammengefunden und einen Schnelltest gemachen. Das Negativergebnis brauchten wir, um die Einrichtungen betreten zu dürfen. Die Teams wechselten regelmäßig, so kam ich immer mit neuen Leuten zusammen. Jedes Team bestand aus einem Impfarzt, einer impfbefähigten Fachkraft und einer Verwaltungskraft. Letztere waren oft Selbstständige, die ihren Job während der Pandemie nicht ausführen konnten. Zusammen fuhren wir anfangs in die Heime, vor Ort habe ich dann die Impfungen vorbereitet. Nach und nach kamen die Menschen einzeln zu uns, die sich für die Impfung gemeldet hatten. Einige von ihnen hatten noch Befürchtungen oder Fragen. Verständlich: Es ist die schnellste und größte Impfkampagne, die jemals aufgezogen wurde. Für einige Menschen führte das zur mentalen Überforderung oder aber die Angst war medial getriggert – gerade bei älteren Menschen ist das oft der Fall. Dann war es unsere Aufgabe, die richtigen Worte zu finden und Aufklärungsarbeit zu leisten. Jedem ist die Entscheidung sich impfen zu lassen, freigestellt – wir machten nur ein Impfangebot. Aber es war zugegebenermaßen sehr schade, wenn sich jemand trotz ausführlicher Beratung gegen eine Impfung entschied. Denn unser Ziel war und ist es, mit Sorgfalt so viele Menschen zu impfen, wie möglich.

Die Anzahl der Menschen, die wir pro Tag impfen konnten, hing ganz davon ab, wie gut die Vorbereitung in den Heimen und die Zusammenarbeit mit den einzelnen Menschen lief. Ich habe leider nicht mitgezählt, aber zur Halbzeit meines Einsatzes müsste ich die 1.000 Impfung verabreicht haben. Das war ein schöner Meilenstein! Auch das Impfen einer 104-Jährigen war ein tolles Erlebnis. Sie kam aufrechten Ganges zu uns, krempelte sich selbständig die Ärmel hoch und sagte: ‚Selbstverständlich lasse ich mich impfen, ich will ja meine Enkel und Kinder wiedersehen.‘ Diese Offenheit und Selbstverständlichkeit fand ich bemerkenswert.

Ich bin mir jetzt schon sicher: Der letzte Tag wird traurig. Die vielen spannenden Erfahrungen machen den Abschied sicher nicht leicht. Dieses Projekt voranzubringen, hat sehr viel Spaß gemacht. Aber ich freue mich auch wieder auf meine Kund:innen und Kolleg:innen bei Johnson & Johnson Medical Devices. Wir haben ambitionierte Ziele und großartige Pläne für 2021. Ich werde sehr viel Freude daran haben, diese Pläne umzusetzen. Dafür nehme ich mit, dass ich neuen Erfahrungen immer positiv gegenübertrete und Vorbehalte zu Hause lasse. Denn wenn jeder so unvoreingenommen neuen Projekte gegenübertritt, wie es meine Kolleg:innen bei dem gigantischen Impfvorhaben getan haben, dann wird es ein Erfolg.“