MEHR SICHERHEIT IM OP DURCH DIGITALISIERUNG

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Digitale Lösungen im OP: Asklepios Lindenlohe setzt die SPI-Software von Johnson & Johnson Medical ein

Originally published as Supplement in WELT AM SONNTAG / DIE WELT, Regional Issue Hamburg, 15./17. September 2019

Mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Erfolg: Asklepios Lindenlohe und Johnson & Johnson Medical. Asklepios gehört zu den führenden privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland. Die Orthopädische Asklepios Klinik in Lindenlohe unter der Leitung von Prof. Dr. Heiko Graichen ist bekannt als ein internationales Referenzzentrum für Endoprothetik.

Komplexe Operationen in der Endoprothetik erfordern ein hohes Maß an Präzision und Teamarbeit. Für eine erfolgreiche Operation mit dem Ziel einer bestmöglichen medizinischen Qualität und Sicherheit für die Patienten, ist es von großer Bedeutung, dass das Team sehr gut vorbereitet ist und die Prozessschritte genau kennt. Gerade bei Personalmangel kann es zu Kommunikationsproblemen und Stress innerhalb des Teams kommen; dies kann den Operationsablauf stören und somit auch die OP-Zeiten verlängern. Verlängerte OP-Zeiten können mit erhöhter Infektionsrate einher gehen und sind daher ein negativer Qualitätsindikator. Ein weiterer Faktor, der Einfluss auf die Behandlungsqualität haben kann, ist die mangelhafte Abstimmung im Behandlungsablauf durch unterschiedliche OP-Abläufe. Um eine konstant hohe Versorgungsqualität, eine hohe Sicherheit im OP, effiziente Abläufe sowie bessere Teamkoordination zu erzielen, hat sich Asklepios Lindenlohe deshalb an einen Partner gewandt, um gemeinsam Lösungen für diese Herausforderungen zu erarbeiten. Gemeinsam mit Johnson & Johnson Medical hat Asklepios Lindenlohe einen hauseigenen Operations-Standard entwickelt. Dieser umfasst die Abfolge der einzelnen OP-Schritte, die eingesetzten Instrumente, sowie sicherheitsrelevante Meilensteine und die Dokumentationsinhalte. Mit Hilfe der Software-Lösung des Surgical Process Institute (SPI), einem deutschen Start-up-Unternehmen, das Johnson & Johnson Medical vor einiger Zeit akquiriert hat, wurde dieser Standard digitalisiert: Der Operateur und das OP-Team werden mittels Sprachausgabe und Monitoren durch die Operation geleitet. Durch individuelle, digitale Workflows wird jede Operation nach den gleichen, hohen Qualitätsstandards durchgeführt. Neben dem Sicherheits- und Qualitätsgewinn für den Patienten profitieren auch die Klinikmitarbeiter von dieser Lösung. Pflegefachkräfte werden in Echtzeit dabei unterstützt, Ärzte bei der Durchführung von Prozeduren zu assistieren, und sie können sich in der Vorbereitung mit dem Operationsverlauf vertraut machen. Auch junge Ärzte können schon vorab am Computer geschult werden. Durch die Digitalisierung werden den Klinikmitarbeitern zahlreiche Dokumentationspflichten abgenommen, wodurch sie mehr Zeit für ihre Patienten haben.

“Die SPI-Software ermöglicht eine bessere Team-Koordination und Kommunikation zwischen den Pflegekräften, Operateuren und Assistenzärzten. Für komplexe und seltenere Operationen wie zum Beispiel eine Knierevisionsoperation hilft es meinem Team sich gut vorzubereiten und reduziert somit auch den Stresslevel im OP. Seit der Einführung der SPI-Software-Lösung 2015 haben wir bereits über 900 Operationen mit den standardisierten, digitalen Workflows durchgeführt. Wir konnten im Schnitt 13 Minuten pro Operation gewinnen und waren somit in der Lage im Durchschnitt eine zusätzliche Operation pro Tag durchzuführen*“, so Prof. Graichen.

Für eine optimale Versorgungsqualität und hohe Patientenzufriedenheit ist es nicht nur wichtig, den Prozess während der Operation zu betrachten, sondern den gesamten Patientenpfad vor, während und nach der Operation zu evaluieren.

„Es ist wichtig, den Patienten in den Mittelpunkt der Versorgung zu stellen und ihn aktiv während des gesamten Behandlungspfads einzubinden. Ein besserer Informationsaustausch und eine gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Patienten und dem behandelnden Team führt zu besseren Ergebnissen und erhöht die Patientenzufriedenheit. Nicht nur der Austausch zwischen Patienten und dem behandelnden Team ist dabei wichtig, auch die Kommunikation innerhalb des Teams hat einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg der Behandlung. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Johnson & Johnson Medical und Asklepios Lindenlohe im Bereich der digitalen Synchronisierung der chirurgischen Operationsabläufe wird unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit erweitert, um gemeinsam den gesamten Patientenpfad im Bereich der Endoprothetik zu optimieren“ betont Prof. Graichen. Johnson & Johnson Medical hat im Jahr 2017 den ValueBased Healthcare-Ansatz CareAdvantage eingeführt, welches unter anderem das Patientenpfadprogramm Care4Today enthält.

„Dieses digitale Programm enthält unter anderem eine App, die dem Patienten als täglicher Begleiter dient. Es erhöht auf effektive Weise die Qualität, Effizienz und Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung, beginnend bei der ersten Konsultation bis weit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus“, erklärt Jörg Schulze, Director Services & Solutions bei Johnson & Johnson Medical.

So werden dem Patienten vorab digital Informationen über die Operation zur Verfügung gestellt, ebenso wie spezifische Trainingsprogramme. Aber auch im Krankenhaus wird der Patient direkt von der Digitalisierung profitieren, indem ihm sein Tagesablauf sehr transparent dargestellt wird.

*Referenz: Datenanalyse Asklepios Lindenlohe für Knieund Hüftoperationen zwischen 2015 und 2018, Data on file

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